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Der Steinbruch "Kernmühle" in Neidenfels, seit altersher Heimat vieler schöner Fossilien. Kleiner Bilder-Rückblick auf eine Muschelkalk-Exkursion Von Andreas E. Richter. Am 5. und 6. Juni waren wir unterwegs im Muschelkalk Württembergs. Wir hatten nach einer gerade abgelaufenen regenreichen Zeit wunderschönes Wetter, an beiden Tagen prächtigen Sonnenschein und Temperaturen bis um Der Einstieg in Muschelkalk und Keuper erfolgte an der bestgeeigneten Die Teilnehmer Bernd Voss und Karl Arnold entdeckten bei der Anreise einen Baustellenaufschluss im oberen Muschelkalk, den wir dann kurz besuchten. Danach fuhren wir zu einem großen Steinbruch, der den Hauptmuschelkalk Die Invertebratenfunde waren nicht sensationell, aber einige schöne Muscheln Am Samstagabend erzählte uns nach dem gemeinsamen Essen ein Sammler Der am Sonntag besuchte Steinbruch erschließt ein Profil des Oberen Muschelkalks, vom Trochitenkalk bis zum obersten Muschelkalk, insgesamt Ganz unten liegen die rund 1,50 Meter mächtigen Hauptwerkstein-Bänke. Wir fanden vielerlei, von Acrodus- und Hybodus-Zähnen über allerlei
Muscheln, Brachiopoden und Ceratiten bis hin zu wenigen Seelilienkronen. Wir konnten viel lernen, sehen und und auch sammeln, wobei natürlich jeder Folgen Sie mir zu einem kleinen Fotobummel durch die Exkursionstage!
Zuerst ins Muschelkalkmuseum Hagdorn im schönen Ingelfingen
Das "Muschelkalkmuseum Hagdorn" in Ingelfingen, optimal untergebracht in der "Inneren Kelter", den auf
Dr. Hans Hagdorn im Kreise der Exkursionsteilnehmer, erzählend mit Begeisterung, ausgestattet mit einem enormen Wissen. Foto Walther F. Zenske.
Blick in den unteren der beiden Ausstellungsräume, gewidmet der Trias allgemein, vor allem aber dem Muschelkalk. Die sensationellen Keuperfunde sind im darüberliegenden Stockwerk präsentiert. Prominent
Der Schädel des Nothosaurier-Modells ("Seelöwen des Muschelkalks"). Das eingeblendete Bild zeigt
So viel zu sehen und zu lernen - und zu staunen!
Eine der Vitrinen ist den Ceratiten gewidmet. An der Rückwand die Arbeit von Leopold von BUCH von 1850,
Schädel eines Mastodonsaurus giganteus aus dem Lettenkeuper (Untere graue Mergel).
Bei der Weiterfahrt besuchten wir eine Baustelle im Muschelkalk
Die von Karl Arnold und Bernd Voss entdeckte Baustelle (herzlichen Dank für den Hinweis!) mit großen Aushubhaufen wurde von uns sozusagen im Vorbeifahren untersucht und auch mancher Fund gemacht.
Wir lernen einen Steinbruch im Muschelkalk/Lettenkeuper kennen
Wie sind hier auf der oberen Steinbruchsohle, wo die obersten Muschelkalk-Schichten abgebaut werden. Darüber steigt die Wand auf mit dem unteren Lettenkeuper. In den dunklen und braunen Kalken des
Drei Zähne, der linke und der rechte aus dem obersten Muschelkalk, der mittlere aus dem Keuper (ein Haldenfund): Links ein Hybodus-Zahn (knapp 1 cm; Sammlung Werner Leitgeb), in der Mitte ein Amphibien-
Wandert man den Steinblock-gesäumten Weg zur Haldendeponie nach oben, dann kann man auch hier
Links ein Nothosaurier-Wirbel aus dem Muschelkalk, noch im Gestein (Länge des Wirbelkörpers 2,3 cm; Sammlung A.E.R.). Rechts zwei von Synke Ewe auf den Keuper-Deponien gefundene Wirbel.
Auf der mittleren Sohl bestehen derzeit nur schlechte Sammelmöglichkeiten. Deshalb wandern wir nach
Ein unten am See ganz frisch gefundener Ceratit - wie wird er nach
Links eine doppelklappige Muschel der Art Plagiostoma striatum, gesammelt an der Böschung der Abfahrt
Platte mit einigen Muscheln verschiedener Arten, zentral eine Plagiostoma striatum. Sammlung Jens Ewe.
In Crailsheim wohnen wir im "Bayerischen Hof" bzw. im "Schwarzen Bock" und verbringen einen schönen und diskussionsreichen
Großartiges Essen - Platten mit viererlei Fleisch, allerlei Gemüse, dreierlei Beilagen von Bratkartoffeln bis Spätzle. Alles schmeckt! Ein Kompliment dem Koch im Bayerischen Hof!
Gute Stimmung, interessante und/oder laute Gespräche.
Werner Leitgeb erzählt über den Kernmühlen-Steinbruch, über Schichtfolge und Fossilien, und er
Die zwei Kartons mit Leitgebs Schätzen. Links unten zwei Bewunderer, recht unten eine Brachiopoden-Ontogenie - Exemplare (vermutlich) einer einzigen Art von winzig bis ausgewachsen (Bildbreite ca. 6 cm). Sammlung Leitgeb.
Eine Platte mit schichtbedeckenden Schlangensternen der Art Aspidurella scutellata. Sammlung Leitgeb.
Links und rechts oben: Zwei schöne wenn auch relativ kleine Ceratiten; Besonderheit: Der Ceratit links oben zeigt Lobendrängung, war also fast ausgewachsen (ca. 7,5 cm). Der Ceratit rechts misst etwa 5 cm. Links unten: Das Gehäuse eines jugendlichen Germanonautilus bidorsatus (ca. 5 cm). Rechts unten: Ein Seestern der Art Trichasteropsis weissmanni; Seesterne sind extrem selten (ca. 6,5 cm). Alle Stücke Sammlung Leitgeb.
Ein Winzling, eine ganz jung verstorbene Seelilie, komplett erhalten mit Haftscheibe, Stiel und Krone.
Große geöffnete Krone von Encrinus liliiformis, mit schön sichtbaren Pinnulae-Fahnen. Die leichte
Am Sonntag besuchten wir den Steinbruch "Kernmühle" in Neidenfels
Der Eingang zum Muschelkalk-Paradies: Ein wuchtiger Trochitenkalk-Block, darüber das aus dem gleichen
An der Klagemauer: Wir suchen in der Tonplattenfazies nach Zähnen und Knochen, Muscheln, Ceratiten
Eifrig dabei, immer aktiv, unser jüngster Teilnehmer Jonas Schäfer - gerade mal (demnächst) 8 Jahre alt.
Richard, was machst Du denn da? Schaut man genauer hin, dann erkennt man, dass er gerade einen
Lucas Hüttl, mit 10 Jahren der zweitjüngste, zeigt einen feinen Ceratiten.
Diverse gerade gefundene Fossilien. Links oben ein Fischzahn der Gattung Birgeria (0,5 cm); rechts oben
Werner Leitgeb erläutert die verschiedenen im aktiven Abbau stehenden Bruchbereiche. Das untere Bild zeigt den bisherigen Werkstein-Abbau zur Gewinnung von Trochitenkalk.
Optimale Sammelmöglichkeiten in der Tonplatten-Fazies bietet auch diese Wegböschung. Eingeblendet
Die Ostwand des Steinbruchs. Man erkennt im Top die leicht nach Süden einfallenden Schichten des Lettenkeupers und die Löss/Terassenschotter-Deckschichten.
Ein besonders interessantes Stück aus der Tonplattenfazies ist dieser Ceratit mit Lobenlinien-Verdoppelung,
Blockwerk mit Trochitenkalk-Brocken und -Platten, ungeeignet für die Werkstein-Verarbeitung und deshalb
Oberfläche einer Trochitenkalk-Platte. Oben eingeblendet ein Stielglied mit Myzostomiden-Befall;
Der proximale (kelchnahe) Stiel eines Encrinus, leider nicht zu bergen, weil er weit weg vom Rand auf einem riesigen Block saß. Länge des Stielfragments ca. 8 cm.
Unsere letzte Abbildung zeigt ein geologisches Phänomen: Stylolithen, Drucklösungssuturen, die in diesem Nochmals herzlichen Dank an alle Teilnehmer für ihre freundliche, aktive und interessierte Art, Dr. Hagdorn
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